Im dichtesten Nebel brechen wir am 27. Juli auf. Es geht wirklich nur mit sehr langsamer Geschwindigkeit. Zuerst finde ich noch nicht einmal die Ausfahrt – erst als welche auf den Platz fahren, erkenn ich die Straße.
Unser Ziel ist Hammerfest – die nördlichste Stadt der Welt. Dort natürlich noch einen Besuch beim Eisbärenclub – dort sind wir seit 1992 Mitglied. Wir besuchen noch das UNESCO Weltkulturerbe, den Endpunkt des Struvebogens. Hier ein Link zu Wikipedia, kurz: Es ist ein Vermessungspunkt, mit dem im 18. Jahrhundert die Erdabplattung bestätig und vermessen worden ist.
Es regnet durchgehend und intensiv. Auf dem Platz über Hammerfest, wo wir etwas zu Mittag gegessen haben, fühlen wir uns auch nicht wohl. Zwei verkommene Wohnwagen stehen hier, eine Frau stöbert in der Mülltonne. Hier oben ist es im Grunde einsam, doch das Restaurant, neben dem wir stehen, scheint sich für den Abend vorzubereiten. Zudem soll es morgen auch weiter regnen. Jessica und Fabian (vom Nordkap) – die Hammerfest hauptsächlich von Seiten der Werkstatt kennengelernt haben – melden sich per whatsApp und laden uns auf einen Stellplatz am Badestrand kurz vor Alta ein. Die kommende Nacht wird sehr lang und sehr unterhaltsam. Wir haben die beiden Dachzelt-Reisenden bei kühlen Temperaturen natürlich in unser Zuhause eingeladen. Es deutet sich an, dass wir uns wiedersehen werden.
In Alta gibt es weltbekannte Felsritzungen, die sich die beiden angucken wollen. Wir wollen lieber (wir waren vor Jahren bereits dort) in den kleinen Hafen fahren und gucken, ob die Waschmaschine frei ist. Nein, ist sie nicht. Eine französische Großfamilie wird dort noch längere Zeit benötigen…
Ein Gletscher, der Øksfjordjøkelen, ist der nächste Anlaufpunkt. Wir finden einen schönen Stellplatz mit Fjordausblick und laden die beiden Dachzeltler ein. „Same procedure“ wie am Vortag. Wir einigen uns nur auf ein früheres Ende und das wir Tromsö gemeinsam besuchen wollen.


