Nun geht es wieder auf die Küstenseite am ionischen Meer. In Catanzaro, der Hauptstadt Kalabriens, wollen wir ein wenig bummeln. Auf einem Parkplatz an der Standseilbahn, die in den Ort führt, ist ein Teil für Wohnmobile reserviert. Das klingt doch gut. Wir fahren durch hässliche, kaputte Straßen, vorbei an Brückenruinen und verrosteten Irgendetwas etc. Der Parkplatz ist gut gefüllt und groß und – völlig vermüllt. Wir hätten von hier aus einen schönen Blick auf die Hochhäuser auf dem Hügel Catanzaros und auf der anderen Seite die besagten Ruinen. Selbst das Gebäude der Standseilbahn aus den Vierzigern oder so, ist in erbärmlichen Zustand. Ich zu Anette: Willst du mit der Bahn da hoch? Schnell sind wir Richtung Küste und finden einen Platz am Meer.

Hier kommen viele Italiener mit ihren PKW, gucken aufs Wasser und drehen eine Runde. Ein Rentner spricht uns an. Er hat in den Achtzigern mal in Deutschland für 6 Monate die Sprache gelernt. Auch wenn nicht mehr übrig ist kommt ein kleines Gespräch zustande. Wir sprechen ihn mehrmals auf den Müll in Italien an. Er sagt, dass das Meer in Italien sauberer als in Spanien ist und in Rom durch den Abrieb der Reifen ja viel Umweltverschmutzung ist. Die Italiener sehen den Müll nicht, sie wollen davon auch nichts hören.

Ein paar Stopps an der Küste des Ionischen Meeres haben wir uns vorgenommen. Wir fahren an einigen, offensichtlich sogar neueren, Ferienanlagen vorbei. Wir haben dahinter ein großes Gaskraftwerk gesehen. Von den Stränden hat man dann einen schönen Blick auf die Fördereinrichtungen im Meer. Jedem das Seine.

Wir sind weiterhin überwältigt von den zahlreichen Rohbauruinen unterwegs oder Industrieruinen in Crotone. Der Müll ist mal mehr oder weniger oder meistens sehr viel mehr. Die Straßen sind nicht nur kaputt, teilweise einfach abgerutscht und völlig uneben – wir optimieren unsere Luftfederung immer mal wieder.

In Ciro machen wir noch einen Halt, um ein Weingut zu beglücken. Die Gaglioppo-Traube ist hier typisch, kennen wir nicht, soll aber für guten intensiven roten Wein stehen. Auch wenn uns der Müll (sorry, der ist aber omnipräsent) an den Weinfeldern die Vorfreude ein wenig nimmt. In Rossano gibt es noch etwas zu entdecken und einen offiziellen Stellplatz, wo wir uns vor dem angekündigten Unwetter am Wochenende verschanzen wollen.

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Bild 3 von 53

Darunter steht in Latein: Lass meine Herrlichkeit zu Staub zerfallen, o Treuer, verweigere mir kein Almosen

360 Grad Rundblick in Kathedrale von Rossano

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