Die Einreise nach Bosnien, als Nicht EU-Land, war unkompliziert. Die Ausreise wird beinahe zur Katastrophe. Ein sehr kleiner Grenzübergang auf einem Hügel liegt vor uns. Der erste Zöllner scannt wieder unsere Reisepässe und gewährt die Reise zum nächsten, dem kroatischen, so denken wir. Er fragt, ob wir etwas zu verzollen haben. Nach vielen Jahren ohne diese Frage, verneinen wir spontan. Der ältere Zöllner, sicher hierhin strafversetzt 😜, fordert uns auf die Heckfächer zu öffnen. Mehrere 5 Liter Kanister Wein aus Italien lachen ihn an. „Wieviel ist das?“ Ich erwähne die drei offen sichtbaren und addiere auf 15 Liter. „Es sind aber nur 4 Liter Pro Person erlaubt, die hätten wir bereits nach Bosnien nicht einführen dürfen.“ ermahnt er. Ungehalten will er auch noch ins Fahrzeug. Die sechs Stufen rein fallen ihm schwer. Raus geht gar nicht – er fällt auf die Hauswand zu – ich springe hin und fange ihn auf. Er ist sehr, sehr dankbar und sagt, dass wir fahren sollen. Glück im Unglück nennt man das wohl.

Und noch ein paar Dinge, die uns in Bosnien aufgefallen sind:

An der Grenze steht ausdrücklich ein Verbotsschild für Handys am Steuer. Mindestes 50 % haben ein Handy auf der Fahrt in der Hand, das merkt man denen halt beim Fahrverhalten auch an.

Gut ist, dass alle Euro akzeptieren, einfach durch zwei der dortigen Währung, der konvertiblen Mark. Und es ist alles sehr billig, selbst Diesel für € 1,35.

Das Land, bzw. in der Region in der wir waren, ist extrem dreckig und runtergekommen. Die Menschen, vorsichtig ausgedrückt, zurückhaltend und grimmig. Uns wurde in den wenigen Tagen kein Lächeln entgegengebracht, selbst wo wir unser Geld gelassen hatten.

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