- Sommer 2023 – Ostsee
- Woche 1 – durch den Osten Deutschlands
- Woche 2 – Westpommern
- Woche 3 – Pommern
- Woche 4 – Ermland-Masuren
- Woche 5 – Litauen
- Woche 6 – Lettland
- Woche 7 – Estland – die erste
- Woche 8 – Estland – die zweite
- Woche 9 – Finnland – der Süden
- Woche 10 – Finnland – die Westküste
- Woche 11 – Finnland – gen Nordosten
- Woche 12 – Nordschweden
- Woche 13 – Nordschweden die zweite
- Woche 14 – Nordschweden – die dritte
- Woche 15 – Südschweden
Bereits in Polen ist die Versorgung mit Wasser nicht immer ganz so einfach gewesen. Das ist in Litauen jetzt noch schlechter. Die meisten besorgen sich das wichtige Gut an Tankstellen, haben wir in Schweden auch schon gemacht, ist wohl meist Trinkwasser. Hier finden wir in Siauliai eine blaue Wasserzapfstelle mit Handpumpe. Nur wir sind nicht alleine, nein keine Wohnmobile stehen Schlange, sondern ausschließlich Einheimische mit großen Vorräten an Wasserbehältnissen. Wir erfahren, dass das Wasser sehr gut sein soll, scheint so, was der ununterbrochene Ansturm beweist.
Der Ort ist aber wohl eher bekannt für eine ungewöhnliche Attraktion, dem Berg der Kreuze. Der Ort war in vorchristlicher Zeit bereits ein heiliger Ort. Während der Aufstände gegen die russischen Besatzung im 19. Jahrhundert stellte man Kreuze für gefallene Angehörige auf, um 1900 sollen es 400 gewesen sein. Nach der stalinistischen Zeit 1953 kehrten viele Litauer aus den sibirischen Lagern zurück und stellten Kreuze für verstorbene Kameraden auf. Den kommunistischen Besatzern war dies aber ein Dorn im Auge und 1961 wurde alles mit Bulldozern dem Erdboden gleich gemacht. Schon in der folgenden Nacht standen dort wieder Kreuze. Das wiederholte sich noch in den siebzigern ein paar Mal. Der Berg ist aber immer weiter gewachsen und mittlerweile ein heiliger Ort für Katholiken, auch der Papst hielt dort eine Messe ab. Es werden laufend aus den verschiedensten Anlässen Kreuze dort aufgestellt bzw. angehängt.


