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Woche 8 – Estland – die zweite

23. Juli 202319. November 2024, Baltikum Europa
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Unsere Eindrücke aus dem Baltikum

Land und Leute und sonst so

Unsere Begegnungen mit Einheimischen empfanden wir als freundlich und auch hilfsbereit.

Wenn wir eine Skala über den gefühlten Wohlstand machen würden, wäre Lettland auf dem letzten Platz und Estland auf dem ersten. Dies schließen wir auch aufgrund der Bebauung bzw. den Wohnsituationen. Wo es in Lettland sehr viele Wohnblöcke in unsäglichen Zustand gibt, nehmen wir sehr wertige und individuelle Bebauung in Estland wahr. Auch die die großen Grundstücke in Estland sind individuell dekortiert und ausgestattet, wie auch auffallend gepflegt.

Landschaftlich hat es uns auch in Estland am besten gefallen. In Litauen sind die meisten Badestrände, wirkte ein wenig wie die Verlängerung der polnischen Küste.

Und da ist das Problem mit dem Wasser. Selbst viele Litauer kaufen ihr Trinkwasser im Supermarkt in 5l Kanistern. Die Quellen sind häufig schwefelhaltig oder gechlort. In Estland, auf Saaremaa, haben wir auf einem privaten Hof Wasser gegen Gebühr getankt. Der Kontakt gestaltete sich auch sehr nett. Er möchte gerne in Deutschland arbeiten, im Solaranlagenbereich. Übers Netz hat er Angebote für einen Stundenlohn von zu Beginn € 18,– und danach € 22,– bekommen, Jobs sind in Estland schwierig.

Finanzen

In allen drei Ländern fiel uns auf, dass alles teurer als in Polen ist. Einiges ist auch teurer als bei uns. Die einfachen Backwaren sind aber immer wesentlich günstiger.

Offizielle Stellplätze, die im Gegensatz zu Deutschland auch keine besondere Ausstattung haben, kosten fast immer mindestens € 20,– die Nacht, häufig sogar € 30,–. Das, wie auch die Eintrittspreise, sind entgegen unserer teilweise 2 bis 3 Jahre alten Infos um 50 bis 100% teurer.

Die Dieselpreise gehen von € 1,35 in Litauen, über € 1,45 in Lettland bis € 1,50 in Estland.

Verkehr und Übernachtung

Die Via Baltica ist eine Hauptverbindungsstraße und auch viel befahren. 90 km/h fahrend, wurden wir hier immer von bedrohlich nah kommenden LKW´s überholt. Ansonsten halten sich die Balten alle an die Geschwindigkeitsvorschriften und überholen respektvoll – muss nach Italien einfach immer wieder erwähnt werden.

Die Hauptstraßen sind alle sehr gut befahrbar, die Nebenstraßen sind häufig nur geschottert, speziell in Lettland an sich jede Nebenstraße.

Insgesamt waren die Straßen eher leer, außer an der litauischen Küste. Je nördlicher wir kamen, desto weniger Touristen sind wir begegnet. Die drei Hauptstädte, Vilnius, Riga und Tallinn machten da aber Ausnahmen.

In allen drei Ländern war das Übernachten für uns als „Freisteher“ sehr unproblematisch. Am besten ist es in Estland, auch für Van-Lifer und Camper mit Zelten. Dort werden an wirklichen Top-Spots, wie Küsten oder Seen, sogenannte RMK-Plätze für jedermann von der Forstbehörde bewirtschaftet. Diese sind zwar nur mit Trockentoilette und Grillplätzen ausgestattet, dafür in der Regel aber kostenlos nutzbar.

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