Es handelt sich hier um eine bilderbuchartige Landschaft mit normannischen Fachwerkhäusern und vielen knorrigen Apfelbäumen. Die vielen Wallhecken – hier heißen sie Bocage – sind keltischen Ursprungs und erinnern uns irgendwie an Cornwall. Die Straßen wirken so auch schnell enger.
Über Beuvron-en-Auge – zu den 100 schönsten Dörfern Frankreichs gehörend
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der Weg ist schön
fahren wir zum Hauptort der Calvadosproduktion – Cambremer, und es geht zu unserem ersten Produzenten.
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Cambremer Zentraler Ort im Calvados Gebiet
In der schönen seichten Landschaft des Pays d´Auge gibt es auch sehr viele Kühe. So kommen aus der Region rund 30 Käsesorten. Livarot und Pont l´Eveque als einige unserer Lieblingskäse, aber auch Camembert.
Wir erinnern uns an den Besuch bei Livarot vor über zwanzig Jahren. Eine kleine Produktionsstätte hatten wir besucht und daneben übernachtet. Die Käserei bietet das wohl auch jetzt an. Aber wir stehen vor einem großen Industriegebäude. Zumindest im Gegensatz zu früher.
Was aber einfach klasse ist und sich lohnt. Nach kurzer Orientierung gehen wir nach rechts und gehen durch die kostenlose Ausstellung und kommen zur LiveProduktion. Gut, wir sind etwas spät dran, die machen die Gerätschaften für die Herstellung gerade sauber. Immerhin sehen wir noch etwas vom Verpacken und das für Livarot typische umbinden des Riedgrases.
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Nach Käse kommt wieder Cidre bzw. Calvados. So fahren wir einfach mal Richtung eines Schildes, dass zu einem Stellplatz führen soll. Die Straße wird immer enger, es geht bergauf zwischen Apfelbäumen und Kühen und plötzlich stehen wir vor dem Haus des Cidre Produzenten Didier Gautard. Wir parken vor einem Seil, welches die Zufahrt zu dem offensichtlichen Stellplatz blockiert. Wir wissen nicht direkt ob wir willkommen sind und sehen hinten einen Gabelstapler. Der Fahrer winkt uns, springt vom Stapler und legt das Seil beiseite.
Er gibt uns zu verstehen, dass wir uns nicht auf die Wiese – könnten uns festfahren (Wir? Hallo wir haben Allrad 😉) -, sondern in die Mitte auf den Fahrstreifen stellen sollen.
Also gucken wir uns jetzt direkt mal körperliche Arbeit an.
Er muss noch zu Ende arbeiten. Danach kommt er zu uns, wir wollen ja auch etwas kaufen. Wenige Minuten später stehen wir in dem kleinen Probier- und Verkaufsraum. Nicht erst jetzt merken wir: Das mit der Verständigung ist nicht ganz so einfach. Und heute kommt die große Stunde vom google Live Übersetzer. Ich halte ihm das Handy ins Gesicht und bitte ihn zu sprechen. Das klappt wirklich ganz gut und er hat sichtlich Spaß. Er zeigt uns stolz ein älteres selbst produziertes Video. Jetzt endlich geht es zum Verkosten: Cidre und drei Calvados, im Alter der Lagerung unterschiedlich.
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Hier noch ein paar Eindrücke der Pays d´Auge
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Pont L´eveque der Ort der dem Käse dem Namen gab mit
In Saint-Christophe-le-Jajolet warte noch etwas Besonderes auf aus: Der Schutzpatron der Reisenden, der über die Insassen eines Flugzeuges und Wagens wacht. Am letzten Juli und am ersten Oktobersonntag umrunden Wagenkolonnen die große Statue und erbitten seinen Segen. Heute sind wir alleine…
Wir haben an der Küste der Normandie ein paar Spuren des zweiten Weltkrieges gesehen. 1999 hatten wir die ganze Landungsküste intensiv am Jahrestag der Landung, dem 6.Juni., besichtigt. Das war ein Erlebnis. (Bilder folgen dann im entsprechenden Bericht.) Dieses Mal kommt ein neuer Ort der Erinnerung dazu. Auch wenn in der Normandie schon Wikinger anlandeten oder Wilhelm der Eroberer hier in See stach, ist die Landung der alliierten Truppen sicher die weltgeschichtlich bedeutendste Invasion.
Die Gedenkstätte Montormel gilt als Symbol des Sieges der Allierten im Westen. Im Kessel von Falaise sind die Deutschen entscheidend besiegt worden. Leider ist es heute neblig und das Museum ist geschlossen – im Winter nur am Wochenende auf.