Charakteristisch sind an der Loire auch die Tuffsteinfelsen. Oben Weinberge und Mühlen, unten Höhlenwohnungen, heute offensichtlich von Künstlern genutzt – hier in Turquandt

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Ein weiterer, richtiger Höhlenwohnort ist das Dorf Orbière, dessen erste Siedlungsspuren bis ins Mittelalter zurückreichen und in dem noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts mehrere Familien lebten. In den 70er Jahren übernahm Jacques Warminski , ein in Polen geborener Künstler aus Angers, die damals verlassenen Räumlichkeiten, um in nur fünf Jahren, von 1988 bis 1993, ein monumentales Kunstwerk, die Terrestrial Helix, zu schaffen. Wir haben Glück, keiner da und alles offen.

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Hier ein paar Eindrücke von Saumur und weiteren interessanten Orten entlang der westlichen Loire

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Und da ist da noch die Geschichte mit dem Mercedes Service. Wir haben wirklich überlegt ob wir sie erzählen sollen. Wir verbringen die Nacht an der Kirche von Cunault. Alles ist gut.

Am Morgen des 1. Dezember 2021 will ich per Knopfdruck den Motor starten. Er startet – das komplette Cockpit bleibt aber dunkel. Ich fasse hier nur kurz alle unsere Tests als vergeblich zusammen. Wir wissen halt nicht was noch alles nicht funktioniert, ist ja ein sehr technisches Fahrzeug. Also rufen wir die Hotline an, die im Türrahmen vermerkt ist. Eine nette deutsche Stimme verspricht uns einen Techniker. Auf den warten wir bis abends vergeblich und besuchen währenddessen die benachbarte Kirche.

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romanisch aus dem 12. Jahrhundert

Ich rufe danach nochmal an und wiederhole: Ich kann fahren, Cockpit dunkel, was funktioniert noch nicht? Der Mann jetzt aus Belgien entschuldigt sich und verspricht Hilfe, wir bitten um diese erst am kommenden Morgen. Vereinbart wird 9 Uhr. Was sollen wir auch im Dunkeln damit? Um 10 Uhr ist noch niemand da, aber das Handy klingelt. Eine französische Stimme meldet sich aus einem ganz anderen Ort. Ich sende dem Anrufer per SMS nochmal unsere genau GPS Position. Das geht hin her mit Adresse, Bushaltestelle etc.. Kennen die kein GPS??! Präziser geht es nun mal nicht. Lange Vorrede. Er kommt, ja und zwar mit Abschleppwagen. Alles, nur das nicht, 5,3to abschleppen. Wieso? Wir können ja fahren, habe ich jedem erzählt. Ich wollte ursprünglich nur eine Werkstatt wissen. Der Fahrer ist sehr nett und wir verständigen uns über google – seine Idee.

Ich will ihm jetzt den Fehler zeigen und starte den Motor. Nach wirklich sehr vielen Versuchen innerhalb der letzten 24 Stunden – das Cockpit leuchtet plötzlich wie „immer“.  Was ja selten passiert, der Fahrer scheint mir zu glauben und ruft eine Werkstatt an. Er telefoniert mit dem Meister. Wir erfahren, beim Neuwagen speziell dem Sprinter würde das häufiger vorkommen, das kennen die. Wir sollten mal bei einer Werkstatt vorbeifahren und eventuell ein Update machen lassen – nach dem Motto überall, nur nicht bei ihm – keine Zeit und ist ja Garantie…

Was folgern wir daraus? Nichts. Es ist wie es ist. Kann immer was passieren. Selbst helfen ist heutzutage nicht. Und Hilfe bekommen wir ja.

Für diesen Fall entscheiden wir uns einfach weiterzufahren. Wenn das Cockpit wieder ausfällt, fahren wir zu einer Werkstatt. Ansonsten lassen wir das am besten in Deutschland checken.

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